Abschied aus der Dritten Liga

THW II mit kräftigem Aderlass nach Stralsund-Partie – Altenholz heiß auf Erfolg in Berlin
Kiel. Abschied nehmen heißt es am Sonnabend für den THW Kiel II. Die U23-Zebras stehen gegen den Stralsunder HV ein vorerst letztes Mal auf der Bühne der Dritten Handball-Liga. Einher mit dem Abstieg geht ein personeller Aderlass. Der TSV Altenholz beendet als sicherer Tabellendritter bei den Füchsen Berlin II die Saison eins nach dem Zweitliga-Abstieg. mey
THW Kiel II – Stralsunder HV (heute, 19 Uhr)
„Ich hoffe, dass viele Fans kommen, um das jüngste Team der Liga zu verabschieden“, sagt Trainer Raul Alonso, der ebenso Abschied nimmt wie sein Trainerkollege Ulrich Tobinski. Auch viele Akteure streifen sich ein letztes Mal das THW-Trikot über. Neben Kapitän Fynn Ranke (VfL Bad Schwartau) gehen auch Jonas Ottsen, Ole Diringer (beide TSV Altenholz), Johannes Clausing (Hamburg-Barmbek), Taiki Agarie (SV Anhalt Bernburg), Dominik Plaue und Jonas Engelmann (Ziel unbekannt) von Bord. Tim Kreft und Tommy Fängler werden mit dem Neumünsteraner Oberligisten SG Wift in Verbindung gebracht. Auch bei Tjark Müller, Lukas Wucherpfennig und Fridtjof Koslowski stehen die Zeichen auf Abschied. Finn Liedtke, Eike Möller und Tim Kreft haben Verträge über die Saison hinaus. Kim Sonne, Leon Kirchner, Alexander Williams und Thies Bergemann sollen gehalten werden. „Wir sind im Umbruch, werden für die Oberligasaison primär mit unseren Bundesliga-A-Junioren auflaufen und uns noch verstärken müssen“, sagte Gerd Schawaller von der Nachwuchs-Leistungshandball GmbH: „Wir sind unter Zeitdruck, ein Gesamtkonzept von der U15 bis zur U23 soll entwickelt werden.“ Ein Nachfolger des Trainerduos Alonso/Tobinski konnte bis dato nicht gefunden werden. Eine erneute Kooperation mit dem TSV Altenholz scheint im Bereich des Möglichen. Immerhin hat mit Linkshänder Jan-Lennard Beering vom Oberligisten TSV Hürup, ein Rückraumrechter, dem THW eine Zusage für die neue Spielzeit gegeben.
Das 30:39 aus dem Hinspiel sollte als Kieler Motivation für einen erfolgreichen Saisonabschluss ausreichen. „In Stralsund wurden uns die Grenzen aufgezeigt“, erinnert sich Alonso. Nachdem der Klassenverbleib so gut wie gesichert war, ging es für den SHV mächtig bergab. Der Tabellenneunte verlor sechs der vergangenen acht Partien. Aleksander Kokoszka, der Top-Torjäger der Liga, erzielte zwölf seiner 208 Saisontreffer im Hinspiel gegen den THW. mey