U23 – Doppel-Genuss in derWriedt-Halle

Heute Abend zweimal Handball-Oberliga

Kiel. Drei Heimspiele in den nächsten vier Punktspielen: Das trifft beim THW Kiel in der Handball-Oberliga sowohl für die Zweite Männer als auch für die Frauen zu. Die Fans stehen heute Abend in der Helmut-Wriedt-Halle vor einem doppelten Genuss. Nach dem Vorspiel der Frauen gegen den Tabellenvierten SG Todesfelde/Leezen (18 Uhr) trifft der Kieler Drittliga-Absteiger zur Primetime (20 Uhr) auf den Tabellendritten MTV Herzhorn.

Der THW Kiel II ist technisch, taktisch und körperlich hervorragend ausgebildet. Manfred Kuhnke, Trainer des MTV Herzhorn

FOTO TORGE MEYER: Soll gegen Herzhorn im rechten Rückraum für Torgefahr sorgen: Der Neuzugang des THW II Jan Lennart Beering.

FOTO TORGE MEYER: Soll gegen Herzhorn im rechten Rückraum für Torgefahr sorgen: Der Neuzugang des THW II Jan Lennart
Beering.

Männer: THW Kiel II – Herzhorn (heute, 20 Uhr)

Rückblende: Am 27. April 2013 besiegt die THW-Reserve in der Wriedt-Halle den MTV Herzhorn mit 37:26, feiert die Oberliga-Meisterschaft und zugleich den Drittliga-Aufstieg. Die Steinburger hingegen steigen als Drittletzter in die Schleswig-Holstein-Liga ab. Ein Punkt bei den Zebras hätte den Klassenverbleib in der Vierten Liga bedeutet. Jetzt, fast zweieinhalb Jahre später, kreuzen beide Teams wieder die Klingen. Wieder in der Oberliga. Während die Glückstädter mit 4:2 Punkten als überraschender Tabellendritter an die Förde reisen, kassierten die Kieler nach erfolgreichem Saisonstart (21:19 beim TuS Lübeck) zwei erwartete Niederlagen gegen die Top-Klubs SG Wift und HSV Hamburg II. Mit Jannes Timm, der sich die vorsaisonale Oberliga-Torjägerkrone mit 201 Toren gesichert hatte, und Theo Boltzen verfügt der Vorjahreselfte über torgefährliche Shooter. „Gegen einen wurfgewaltigen Rückraum sind wir gut aufgestellt“, sagt THW-Trainer Dennis Olbert, der nach der Videoanalyse konstatiert: „Die Herzhorner spielen eine harte 6:0-Abwehr, die kämpfen bis zum Ende.“ Wegen des U-19-Bundesligastarts (heute, 16.15 Uhr, in Hannover-Anderten) werden die THW-Talente Lucas Firnhaber und Simon Seebeck fehlen. Doch statt Firnhaber wirbeln Thies Bergemann und Jan Lennart Beering auf der rechten Angriffsseite: „Die haben beide Fackeln im Arm.“ Komplettiert wird der Kieler Kader durch die Urlaubsrückkehrer Bendix Schroedter und Fin Lorenzen. Die Blau-Gelben, derzeit von allen Verletzungssorgen befreit, rechnen sich „durchaus Chancen in der Landeshauptstadt“ aus, doch Trainer Manfred Kuhnke warnt auf der vereinseigenen Homepage: „Der THW Kiel II ist technisch, taktisch und körperlich hervorragend ausgebildet.“ mey