Ferris Klotz in den Nationalkader der A-Jugend berufen

Der wurfgewaltige Kreisläufer Ferris Klotz aus der U19, wird vom 8. bis zum 11. Februar am DHB Lehrgang in Dieringhausen teilnehmen. Dazu gehört auch die Teilnahme am Länderspiel der DHB A-Jugend (1998/99) am 9. Februar gegen Israel. Der 1.98 Meter große Spieler bestritt bereits 2014 im Rahmen des DFJW drei Länderspiele der Jugend-Nationalmannschaft gegen Frankreich.

„Als Nachwuchskoordinator freue ich mich sehr, dass Ferris beim DHB wieder dabei ist. Ich finde es immer sehr wichtig, dass die Jungs beim DBH spielen und dort die Chance erhalten an einer Europameisterschaft oder anderen Turnieren teilzunehmen, weil sie genau da gefordert werden und in entscheidenen Situationen dann nicht die Last auf ältere Spieler legen können, sondern selber zum Zuge kommen müssen. Wir haben gerade den Riesenerfolg unserer Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft gesehen, aber speziell im Jugendbereich müssen sie lernen genau diese Dinge vorzubereiten und Entscheidungen selber zu treffen. Nur so entwickeln sie sich weiter und steigern sich in ihrer Persönlichkeit, das macht komplette Spieler aus ihnen. Diesen Weg soll jetzt auch Ferris gehen, um dann später auch, wie zum Beispiel Rune Dahmke, als junger Spieler in der Bundesliga Luft schnuppern zu können”, sagt Klaus-Dieter „Pitti” Petersen, Nachwuchskoordinator der THW Kiel Junioren und Trainer der U19.

Zurzeit lebt der 17-jährige Ferris noch in Suchsdorf in seinem Elternhaus. Im dort ansässigen Suchsdorfer SV startete er seine Handballlaufbahn, bevor er zum TSV Kronshagen und zum THW Kiel wechselte.

Ferris, zurzeit steuerst du auf dein Abi zu und absolvierst nebenbei noch Training, Spiele und Auswärtsfahrten – lässt sich das vereinbaren?

Ferris: „Ich trainiere jeden Tag, um mich weiter zu verbessern. An manchen Tagen fällt es schwer sich nach einem langen Schultag für ein Training zu motivieren, aber aufgerafft wird sich immer, da ich weiß, wofür ich es mache. Generell ist beides gut miteinander zu vereinbaren, auch wenn der Abiturjahrgang natürlich einen gewissen Aufwand bedeutet. Ich habe so den ganzen Tag was zu tun und es besteht nicht viel Zeit für Langeweile.“

Du hast bereits mit 16 Jahren für die Jugend Nationalmannschaft gespielt. Wie war das damals für dich?

Ferris: „Im Sommer 2014 habe ich im Rahmen des DFJW drei Länderspiele gegen Frankreich bestritten. Nach der Nominierung für den ersten Lehrgang habe ich mich bereits sehr gefreut – für Deutschland zu spielen, ist jedoch noch ein besseres Gefühl.“

Was würdest du als dein bestes Handballerlebnis bezeichnen?

Ferris: „Diese Tage in Frankreich gehören bis jetzt zu den Highlights meiner Laufbahn. Ich bin natürlich stolz damals dabei gewesen zu sein, deswegen möchte ich dieses Gefühl so oft wie möglich erneut erleben.“

2015 startete nicht gut für dich – verletzungsbedingt musstest du pausieren. Was war passiert?

Ferris: „Im Auswärtsspiel in Rostock habe ich mir das Kreuzband gerissen und den Miniskus im linken Knie angerissen. Das war eine bittere Pille, die ich schlucken musste.”

Eine langwierige Verletzung. Du stehst aber bereits seit Anfang Oktober wieder im Kader der U19 – wie ist deine Genesung verlaufen?

Ferris: „Im Februar 2015 wurde ich operiert. Nach den ersten Tagen von Schmerzen und Bewegungslosigkeit, ging nach kurzer Zeit mein Training wieder los: ich pendelte nur von der Schule zur Reha und zum Fitnessstudio. Die ersten Erfolge waren schnell sichtbar.

So verstrichen die Wochen und das Training und die Mannschaft fehlten mir. Als ich endlich wieder mittrainieren konnte, war ich einfach nur heiß auf Handball. Circa zwei Monate später gab ich mein erfolgreiches Comeback gegen die Füchse Berlin.”

Dein Comeback feierst du nun auch wieder in der Jugend-Nationalmannschaft…

Ferris: „Das ist für mich die Chance, mich wieder im Nationalteam zu etablieren und das Gefühl eines Länderspiels wieder zu erleben. Ich bin heiß drauf und werd mein Bestes geben.”

Eines deiner Ziele hast du 2016 somit schon erreicht – gibt es noch mehr, was du erreichen möchtest?

Ferris: „Ich möchte auf jeden Fall verletzungsfrei bleiben und mich individuell stark weiterentwickeln. Neben dem Handball möchte ich mein Abitur absolvieren und eine berufliche Ausbildung machen.
Außerdem möchte ich mit unserer U19 in die Endrunde der deutschen Meisterschaft und als großes Zwischenziel im Sommer zur Jugend-EM fahren!”