Jungzebras fahren zum ersten Gipfeltreffen

Kiel. Das erste Topspiel haben die U 19-Handballer des THW Kiel am sechsten Spieltag der Bundesliga Nord vor der Brust. Die Jungzebras gastieren am Sonnabend (16 Uhr) als Tabellenzweiter beim punktgleichen Dritten SC Magdeburg.

In der 1922 erbauten Herrmann-Gieseler-Sporthalle in Magdeburg will der THW keineswegs so alt aussehen wie in der Vorsaison bei der 29:36-Abfuhr. „Das war keine Glanzleistung“, erinnert sich THW-Coach Michael Haß. Die Kieler reisen mit einer Empfehlung von drei Siegen in fremder Halle an, die Abfahrt zur längsten Auswärtstour der Spielzeit ist auf 8 Uhr terminiert. Ausgeschlafen müssen die Schützlinge des Trainerduos Haß/Klaus-Dieter Petersen sein, wenn sie „den Rückraum in den Griff bekommen“ wollen. Aufpassen muss der THW auf den SCM-Rückraumlinken Marcel Popa und den Rückraumrechten Johannes Wasielewski. Kopf des SCM ist der wendige Spielmacher Julian Schulze. Neben Popa (40 Treffer) ist Rechtsaußen und Gegenstoßläufer Nico Richter (37) die Tormaschine der Magdeburger. Beide zusammen haben die Hälfte der SCM-Tore erzielt.

Sich nur auf diese beiden torgefährlichen Akteure zu konzentrieren, wäre fahrlässig. Beim Magdeburger 37:30 gegen GIW Meerhandball trugen sich gleich zehn Spieler in die Torschützenliste ein. „Wir müssen mit unserer 6:0-Abwehr aggressiv zu Werke gehen“, weiß Haß, der mit der Rückkehr von Spielmacher Jan Kleineidam und Linksaußen Moritz Schawaller fast in voller Kapelle antreten kann. Lediglich Niklas Sinnwell muss nach seinem Autounfall noch pausieren.

Empor Rostock hat unterdessen um die Verlegung seines Heimspiels gegen den THW Kiel (15. November) gebeten. Die Kieler haben dem Wunsch zugestimmt. mey