Preetzer TSV triumphiert im Derby gegen THW

Handball-Oberligen: SG Wift erkämpft Punkt bei St. Pauli – Altenholzerinnen zeigen gegen HG Owschlag viel Leidenschaft

Preetz. Der THW Kiel II verpasste wie vor Wochen gegen die SG Wift wieder eine Derbykrone. Der Preetzer TSV jubelte über den ersten Heimsieg in der Handball-Oberliga Männer. Wift jubelte ebenso über das Remis wie die Frauen vom TSV Wattenbek. Altenholz mühte sich zum Heimerfolg, die THW-Frauen verloren am Ende klar.

Männer: Preetzer TSV – THW Kiel II 32:29

Der PTSV konnte seinen ersten Heimsieg einfahren – und das ausgerechnet im Nachbarschaftsduell gegen den THW II. Beide Teams begannen engagiert und konzentriert, im Kieler Tor feierte Morten Michelsen nach Verletzung sein Comeback an alter Wirkungsstätte. Allerdings bekam der Kieler Keeper nichts zu fassen, sodass er nach gut einer Viertelstunde Youngster Fynn Schröder weichen musste. Nach dem zwischenzeitlichen 6:6 (17.) setzten sich die Kieler aber ab, die 15:10-Führung aus THW-Sicht schien ein beruhigendes Polster zu bedeuten, doch Zebra-Coach Dennis Olbert blieb skeptisch: „Ich hatte nie das Gefühl, dass das ein sicherer Sieg werden konnte“, sagte Olbert und gab seinem Team in puncto Einstellung eine „glatte 6“.

Aus der Pause kam Preetz wiedererstarkt zurück, glich in der 35. Minute aus und ließ sich auch von der Kieler Manndeckung, die Dennis Olbert ab der 54. Minute (31:26) praktizieren ließ, nicht mehr irritieren. Zwar konnten die Kieler noch eine Reihe von Ballgewinnen für sich verbuchen, zu deutlich waren die Hausherren zu diesem Zeitpunkt aber bereits enteilt, sodass auch die Treffer des durchsetzungsstarken Alexander Williams keinen Unterschied mehr ausmachen konnten und die „Derbysieger, Derbysieger“-Gesänge aus Preetzer Kehlen kamen. „Zehn Minuten vor Abpfiff war ich siegesgewiss“, so PTSV-Coach Dieter Eigemann, der nach dem Match zahlreiche Hände schütteln musste, während THW-Trainer Dennis Olbert konsterniert am Spielfeldrand ausharrte: „Die Jungs waren gewarnt, wir wussten, dass Preetz im letzten Drittel stark zurückkommen kann. Das haben wir ihnen einfach gemacht.“ akü