THW-Junioren fielen in der zweiten Halbzeit auseinander

FOTO: UWE PAESLER : War von der Leistung seines THW restlos bedient: Trainer Michael Haß.

FOTO: UWE PAESLER : War von der Leistung seines THW restlos bedient: Trainer Michael Haß.

Magdeburg. Wie in der Vorsaison (29:36) kassierten die U19-Bundesliga-Handballer des THW Kiel im Topspiel beim SC Magdeburg eine Sieben-Tore-Schlappe. „Im Osten nichts Neues“, sagte THW-Coach Michael Haß nach dem 25:32 (14:12). Die zweite Saisonniederlage lässt die Jungzebras auf Tabellenplatz drei abrutschen.

Die Anfangsphase dominierten die Kieler. Nach dem 2:2 sorgten Timon Kaminski (2) und Lucas Firnhaber mit ihren Toren zum 5:2 (12.) für die erste SCM-Auszeit. „Wir waren voll im Spiel“, hätte Haß zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht, dass seine Mannen spätestens in Halbzeit zwei „völlig den Faden“ verlieren würde. Mit dem 14:11 (30.) schien der THW den Grundstein für den fünften Saisonsieg gelegt zu haben, zumal die Magdeburger auf ihre beiden Rückraum-Asse Marcel Popa und Johannes Wasielewski verletzungsbedingt verzichten mussten.

„Wir fühlten uns Anfang der zweiten Halbzeit wie im schlechten Film“, konnte Haß den 0:6-Negativlauf zum 14:18-Rückstand (38.), flankiert von vier Fehlwürfen, drei technischen Fehlern sowie zwei Zeitstrafen gegen Kaminski und Hannes Glindemann, nicht fassen. Ein überzeugender Rechtsaußen und Gegenstoßläufer Julius Noack verkürzte den Rückstand zwar zweimal noch auf zwei Tore (17:19, 39./22:24, 48.), ehe dem THW in den letzten zwölf Minuten (3:8) die Puste ausging. Haß kritisierte die taktische Undiszipliniertheit: „Die Jungs haben sich nicht an die Vorgaben gehalten. In der zweiten Halbzeit waren wir keine Mannschaft. Jeder wollte sich in Einzelaktionen beweisen.“

Die Auswärtspartie bei Empor Rostock am 15. November wird nun doch nicht verlegt, allerdings gibt es eine neue Anwurfzeit (15.30 Uhr), und wegen der Flüchtlingsunterbringung wird die Partie in die Sporthalle am Gerüstbauring verlegt. mey

 

THW: Wendt, Spach; Haß 1, Tank, Stegmann, Noack 8, Kleineidam, Eckert 4, Jakumeit, Seebeck 1, Glindemann 2, Firnhaber 1, Schawaller, Kaminski 8/4 – Rote Karte: Rastner (Magdeburg, 42.) – Zuschauer: 87.