U19 – Bad Schwartau schickt THW in die Qualifikation

Die THW-Junioren bejubelten mit ihren Trainern Michael Haß (2., v.l.) und Klaus-Dieter Petersen (2.v., re.) den Erfolg gegen HSV Hamburg, der aber nicht mehr für die direkte Qualifikation reichte. FOTO: PAESLER

ALTENHOLZ. Die U 19-Handballer des THW Kiel haben ihre Hausaufgaben am letzten Spieltag der A-Jugend-Bundesliga gemacht und am Sonnabend vor großer Kulisse in Altenholz mit einer Topleistung gegen den zweitplatzierten HSV Hamburg mit 29:27 (14:15) gewonnen. Das war zwar der zwingend erforderliche Schritt auf Platz sechs und zur direkten Qualifikation für die Saison 17/18. Doch Grund zur Freude gab es nach dem Abpfiff nicht. Gestern spielte der direkte Konkurrent um Platz sechs, der VfL Bad Schwartau, in Flensburg. Und Bad Schwartau drehte den Spieß um, gewann seinerseits mit 28:26 bei der SG, die ihr schweres Auswärtsmatch in Berlin am Vortag noch in den Knochen zu haben schien. Unterm Strich bedeutete das: Bad Schwartau verweist die Jungzebras auf Rang sieben. „Eine bescheidene Situation für uns, die Ansetzung war schon mehr als unglücklich“, kommentierte Kiels U 19-Coach Michael Haß, richtete den Fokus aber schnell auf die kommenden Aufgaben: „Dann geht es jetzt eben in die Quali!“

Gegen den HSV legten die Kieler los wie die Feuerwehr – 6:2 (10.). Die aggressive 6:0-Abwehr ließ den Hanseaten kaum Raum und Entfaltungsmöglichkeiten, die Gäste hatten wenig Ideen gegen die stark verdichtete Defensive, die Kapitän Ferris Klotz dirigierte. Vorne führte zunächst Hannes Glindemann klug Regie, forcierte das Tempospiel, setzte selbst Akzente und seine Nebenleute stark in Szene.

Kieler Wechsel brachten einen Bruch ins Spiel, beim 9:9 (17.) hatte sich der HSV wieder auf Augenhöhe gebracht, bis zum 16:16 (37.) konnte sich kein Team nachhaltige Feldhoheit verschaffen. Der unbedingte Siegeswille der Kieler machte den Unterschied aus: Als Kollektiv kämpften sie sich emotional in die Partie, Schmidt parierte freie Bälle, Klotz verdiente sich in punkto Leaderqualitäten ein Sonderlob des Trainers. Glindemann (59., 60.) und Klotz (58., 60.) behielten auch in der Schlussphase den Überblick und steuerten die siegbringenden Tore bei – allein für den „Klassenerhalt“ reichte das nicht. akü