U19 – Beim 29:32 schnupperten Kieler Jungszebras 50 Minuten lang an einer Sensation

HAMBURG. Sensation knapp verpasst: Am elften Spieltag der A-Jugend-Handball-Bundesliga Nord unterlagen die Kieler U 19-Zebras beim haushohen Favoriten HSV Handball mit 29:32 (17:15).

Die Rollen waren klar verteilt, umso überraschender war es, dass die Kieler Gäste vom Start weg das Spiel machten und sich direkt mit einem kleinen Polster absetzen konnten (6:3/10; 15:11/26.). „Das war eines unserer besten Spiele“, lobte Coach Michael Haß die Riesenmoral und hohe Konzentration seines Teams, das sich über 50 Minuten kaum Fehler erlaubte.

Die Defensive wurde ihrem guten Ruf gerecht, verdichtete konsequent die Räume und gab den Hamburgern wenig Raum zur Entfaltung. In der Kieler Offensive war es allen voran der rumänische Neuzugang Cälin Hossu, der seine anfängliche Zaghaftigkeit abgelegt zu haben scheint und neben Spielmacher Hannes Glindemann und einem stark auftrumpfenden Ferris Klotz am Kreis mit zehn Treffern glänzte. „Der Knoten bei ihm scheint geplatzt zu sein“, freute sich Haß mit Hossu, der beim 27:24 (50.) zur letzten Drei-Tore-Führung traf.

Der Bruch, der nun ins Kieler Spiel kam, war für Haß ebenso unerklärlich wie ärgerlich. Die Jungzebras konnten das Tempo des HSV nicht mehr mitgehen, bekamen keinen Zugriff mehr und mussten am Ende dem Kräfteverschleiß eines Matches, in dem die Kieler 50 Minuten lang absolutes Topniveau ablieferten, Tribut zollen. „Wir konnten einfach keine Schippe mehr drauflegen“, so Haß, der der Niederlage aber etwas Positives abgewann: „Das macht Mut und Lust auf mehr.“ akü

THW: Spach, Schmidt – Haß 2, Glindemann 5, Meereis 1, Brunckhorst, Bruse, Haack, Hossu 10, Markovski, Martin 2, Bergemann 3/1, Klotz 6.