U19 – Firnhaber-Festspiele beim 29:23 der THW-Jugend

Hildesheim. In bester Start-Ziel-Sieg-Manier konnten sich die U19-Zebras des THW Kiel am Sonntagabend bei der Hildesheimer Eintracht mit 29:23 (15:9) durchsetzen und sich dank ihres vierten Saisonerfolgs wieder auf den zweiten Tabellenplatz der A-Jugend Bundesliga Nord hinter die Füchse schieben. Mehr Tugend und Leidenschaft als in der Vorwoche hatte Nachwuchs-Koordinator Klaus Dieter Petersen vor dem Spiel gefordert. Beides bekam er sowie Trainer Michael Haß in angenehmen Dosen verabreicht.

Konsequent zupackend überzeugte die Kieler 6:0-Abwehr, sodass Hildesheim beim 6:6 (11. Minute) das letzte Mal auf Tuchfühlung war, ehe sich der THW sukzessive absetzte. Aus einer stabilen Defensive heraus wurden Gegenstöße eingeleitet und konsequent verwandelt, im Positionsangriff ließen die Zebras den Ball laufen und spielten konzentriert ihre Chancen heraus. Ein ums andere Mal trat Lucas Firnhaber ins Zentrum des Geschehens, wurde von seinen Mitspielern gut in Szene gesetzt und traf an alter Wirkungsstätte zehnmal.

Zwar warfen die Gastgeber nach Wiederanpfiff noch einmal alles in die Waagschale. Mit dem flinken Hannes Glindemann, der sich mit Leichtigkeit durch die Eintracht-Abwehr wuselte, hatte das Trainergespann Petersen/Haß aber die richtige Antwort parat. So fiel der Kräfteverschleiß der Zebras, die nur mit zehn Feldspielern nach Niedersachsen gefahren waren, am Ende auch nicht ins Gewicht. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass aus einer zwischenzeitlichen Acht-Tore-Führung keine zweistellige Tordifferenz wurde. „Unsere Vorgaben wurden umgesetzt, die Jungs haben absolut überzeugt und souverän gewonnen“, sagte Michael Haß nach einem Spiel ohne Fehl und Tadel. akü

THW Kiel: Wendt (1.- 50.) 13 Paraden, Spacht (50.-60.) 5 Paraden – Haß 2, Stegmann, Tank, Noack 3, Eckert 1, Seebeck 2, Glindemann 5, Firnhaber 10/1, Martin, Kaminski 6/1.