U19 – Gute 45 Minuten reichten nicht

u19thwmag01

Ein elektrisierender Torwurf des Kielers Jan-Ole Martin von außen gegen den Magdeburger Tim Bolecke (li.). FOTO: UWE PAESLER

A-Jugend-Bundesliga: THW-Handballer unterlagen Magdeburg 21:25

Kiel. Ihren großen Kampfeist und eine über weite Strecken hochgehaltene Moral konnten die U 19-Jungzebras am zehnten Spieltag der A-Jugend-Bundesliga Nord nicht selbst belohnen: Im Endspurt ging den THW-Handballern gegen den Bundesliga-Unterbau des SC Magdeburg die Puste aus. Mit 21:25 (13:10) verloren die Gastgeber, obwohl sie über knapp 45 Minuten die Feldhoheit besaßen.

Nach verschlafener Anfangsphase setzten die Kieler die Trainervorgaben in puncto Abwehr- und Angriffsverhalten zusehends konsequenter um, verdichteten die Räume in der Defensive, die anfänglich größere Lücken offenbarte, und rückten vorne der SCM-Abwehr etwas mehr von der Pelle: das Erfolgsrezept. Der immer wieder in die Lücken stoßende Hannes Glindemann, der sich als Spielregisseur unermüdlich an der gegnerischen Defensive abarbeitete, riss Räume für seine Nebenleute und brachte sein Team mit einem lupenreinen Hattrick von 6:6 auf 9:6 (15.-19.), Keeper Jandre Spach zeigte immer wieder starke Reflexe und hielt die Pausenführung fest.

Nach dem Wiederanpfiff schienen die Gastgeber an die Leistung des ersten Durchgangs nahtlos anzuknüpfen, ab dem 16:12 (38.) wurden die Karten auf Grund mangelnder Chancenverwertung allerdings neu gemischt, beim 19:19 (51.) wurde das Spiel auf Werkseinstellungen zurückgesetzt, diesmal aber mit den stärkeren Nerven auf Magdeburger Seite.

Die Kieler vergaben Konterchancen und Strafwürfe, zu ihrem Wurfpech gesellten sich technische Fehler. Das Spiel, das sich fünf Minuten lang (50.-55.) auf Messers Schneide befand, neigte sich aufgrund der größeren Kraftreserven zu Gunsten der Gäste. Die offensive Manndeckung der Kieler brachte nichts mehr ein, zumal selbst der sonst so sichere Louis Haß weder vom Siebenmeterpunkt, noch auf angestammter Außenposition das Nervenflattern, das mittlerweile kollektiv geworden war, in den Griff bekam. „Letztlich hat mit Magdeburg heute das Team gewonnen, das sich cleverer angestellt hat. Über 45 Minuten haben wir ein Spiel auf ordentlichem Niveau und absoluter Augenhöhe gesehen“, konstatierte Nachwuchskoordinator „Pitti“ Petersen nach dem Spiel. akü

THW U 19: Spach (1.-60.) – Haß (7/2), Meereis, Glindemann 5/2, Bruse, Stegmann 1, Haack, Hossu 1, Markovski, Martin 2, Bergemann 3/1, Klotz 2.