U19 – Jesko Usinger entnervt Bad Schwartau

Kiel. Die U 19-Handballer des THW Kiel haben in einem fulminanten Match der A-Jugend-Bundesliga Nord gegen den VfL Bad Schwartau einen 36:31 (19:19)-Sieg eingefahren und somit im Kampf um den sechsten Tabellenplatz wichtige Punkte verbuchen können.

Beide Teams boten vom Start weg absoluten Hochgeschwindigkeitshandball, wobei die Gäste zunächst die agierende Rolle einnahmen, konzentrierter und entschlossener aufspielten. Der THW-Defensivverbund wirkte unsortiert. Abwehrchef Ferris Klotz fand keinen Zugriff auf seine Nebenleute, und Torhüter Erik Schmidt erwischte keinen guten Tag. Zwar konnten die Jungzebras ihre Defensivschwäche in der Offensive kompensieren, allen voran strahlte Jan Ole Martin Torgefahr aus und markierte in der 10. Minute bereits seinen dritten Treffer, beim 6:11 (11.) mehrten sich jedoch die Sorgenfalten auf der Stirn von THW-Coach Michael Haß. Eine Zäsur musste her – und die kam in Form von U17-Keeper Jesko Usinger, der kurzfristig den erkrankten Jandré Spach vertrat und erst gut zwei Stunden vor Anpfiff von seinem ersten Bundesliga-Einsatz erfahren hatte. Der Wechsel fruchtete: Usinger parierte einige freie Bälle, und die Abwehr gewann an Sicherheit und legte den Schalter um. Beim 13:13 (19.) durch Klas Bergemann von der Mittellinie war alles wieder auf Null gesetzt. Ferris Klotz am Kieler Kreis erhöhte mit drei Treffern auf 19:16 (28.).

Schwartau fand kaum mehr ein Durchkommen, wurde immer wieder zum Zeitspiel gezwungen und fand insgesamt 17 Mal seinen Meister im bärenstarken Usinger. So avancierte die Abwehr zum Erfolgsfaktor, was spätestens beim 34:26 (56.) für entnervte und frustrierte Gäste sorgte. „Die ersten zehn Minuten haken wir ab, da fehlten Emotionen und Körpersprache, aber die Jungs haben sich stark ins Spiel gekämpft und eine tolle Leistung abgeliefert“, freute sich Coach Haß über die den Sieg im „ersten von drei Endspielen“. akü

THW U19: Schmidt (1.-11.) 1 Parade, Usinger (11.-60.) 17 – Haß 6/1, Thal, Glindemann 3, Bruse, Stegmann 4, Haack 2, Hossu 1, Markovski 4, Liedtke, Martin 8, Bergemann 1, Klotz 7.