U19 – Jungzebras machten den Deckel drauf

KN01

Foto Rüdiger Rußmann: Zebra Ferris Klotz (Nr. 18) setzt sich am Kreis gegen die Abwehr des TSV Burgdorf durch. Torwart Jonas Wilde ist gegen den Wurf des Kielers machtlos.

Qualifikation für Play-off der A-Junioren-Bundesliga: Torwart Fynn Schröder der große THW-Rückhalt beim 29:23

von Anja Kühl

KIEL. Die vorletzte Partie der A-Jugend-Bundesliga Nord zwiwschen dem THW Kiel und der TSV Burgdorf stand im Zeichen absoluter Kieler Entschlossenheit. Nach 60 Minuten, die die Hausherren wie vom Trainerteam gefordert mit absolutem Willen bestritten, stand ein 29:23 (15:10)-Sieg zu Buche und der vorzeitige Einzug die Play-offs der A-Jugend-Bundesliga.

Mit einer aggressiven und zupackenden 6:0-Abwehr gingen die Jungzebras ins Match, bekamen die gefährliche Recken-Achse um Rückraumshooter Niklas Diebel und Kreisläufer Joshua Thiele aber nur bedingt in den Griff. „Ein kalkuliertes Risiko“, so THW-Coach Michael Haß, der bewusst auf die bewährte 6:0 setzte – ein Trumpf, der im Spielverlauf stechen sollte, zunächst aber nicht den gewünschten Erfolg brachte. Bis zum 9:9 (18.) blieb Burgdorf auf Augenhöhe, Keeper Tim Wendt erwischte einen schlechten Start, und auch Regisseur Timon Kaminski agierte im Angriffsspiel häufig glücklos.

Ferris Klotz am Kreis, der laut Haß „das beste Spiel nach seiner Verletzungspause“ machte, ackerte aber beharrlich, kompensierte die bis dahin durchwachsene Leistung seiner Teamkameraden und traf bis zur 19. Minute schon fünfmal. Der endgültige Weckruf ans Team gelang aber mit der Einwechslung von Keeper Fynn Schröder, der mit spektakulären Paraden dafür sorgte, dass die Zebras Fahrt aufnahmen. Von der 20. bis zur 33. Spielminute erzielte Burgdorf keinen Treffer mehr, selbst in doppelter Überzahl gelang nichts, die Jungzebras galoppierten vom 10:10 auf 16:10 davon – die Vorentscheidung. In konsequent und ruhig vorgetragenen Angriffen erlaubten sich die Kieler kaum Fehler, ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und fanden immer Lösungen im Positionsangriff, der überwiegend über die Rückraum-Kreis-Achse stattfand. Fynn Schröder gab seinen Vorderleuten als enormer Rückhalt die nötige Sicherheit in der Abwehr. „Der Schlüssel zum Erfolg“, so Haß.

Ihrer 3:3-Abwehr, die die „Recken“ zehn Minuten vor Abpfiff als letztes Mittel auf die Platte beorderten, schienen die Gäste selbst nicht so recht zu trauen, die Manndeckung gegen Lucas Firnhaber hielt den Rückraumshooter nicht davon ab, weitere, krachende Treffer zu erzielen und auch die „zweite Garde“ bekam noch Einsatzzeiten, die etwa Hannes Glindemann zu nutzen wusste und sehenswerte Treffer beisteuerte. „Wir sind als Trainerteam unglaublich stolz auf die Jungs“, so Haß und Nachwuchskoordinator „Pitti“ Petersen unisono.

THW Kiel: Wendt (1. – 19.) 2 Paraden, Schröder (19. – 60.) 16 – Haß 1, Tank 1, Stegmann 1, Noack 1, Kleineidam, Seebeck 2, Klotz 7, Glindemann 2, Firnhaber 9/2, Kaminski 5.

Fotos vom Punktspiel THW Kiel vs TSV Burgdorf

Weitere Fotos gibt es in der Galerie  >>hier<<

© R.Rußmann

[slideshow_deploy id=’3631’]