U19 – Jungzebras melden sich zurück

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Zebra Hannes Glindemann setzt sich entschlossen gegen die Rostocker Philip Leon Markovski (li.) und Till Mallach durch. FOTO: PAESLER

A-Jugend-Bundesliga: Empor Rostock beim 31:20 kein echter Prüfstein

KIEL. Am achten Spieltag der A-Jugend Bundesliga Nord haben sich die U 19-Jungzebras eindrucksvoll aus ihrem vorgezogenen Winterschlaf zurückgemeldet, die Gäste vom HC Empor Rostock mit einem 31:20 (15:5)-Kantersieg nach Hause geschickt und sich vom neunten auf den siebten Tabellenplatz verbessert.

Vom Start weg präsentierten die Kieler sich fokussiert und konzentriert und setzten die Trainervorgaben in puncto Tempospiel mustergültig um. Die Rückraum-Kreis-Achse Stegmann/Glindemann/Klotz funktionierte hervorragend und riss ein ums andere Mal riesige Lücken in die HCE-Abwehr, die Chancen wurden konsequent in Tore umgemünzt.

Als Flügelflitzer Louis Haß zum 7:2 (11.) traf, zog Rostock das erste Time-Out, die Gäste waren bis zu diesem Zeitpunkt lediglich Statisten in einem Match, das die Hausherren völlig unter Kontrolle hatten. Die Wirkung des Time-Outs verpuffte, die Gäste konnten ihre Verunsicherung nicht abschütteln und agierten weiterhin uninspiriert gegen die gut organisierte Defensive. Keeper Jandre Spach sorgte mit Wahnsinnsreflexen für endgültige Resignation. Die zweite Rostocker Auszeit folgte beim Stand von 11:2 (18.), Kiel leistete sich bis zur Pause ein paar Unkonzentriertheiten, aus der die Gäste aber kaum Kapital schlugen.

Das Niveau des ersten Durchgangs konnte in Halbzeit zwei zwar nicht durchgehend gehalten werden, bis zum 20:5 (36.) legten die Kieler aber nochmal ein Pfund drauf, 2000er-Youngster Lars Meereis zeigte sich selbstbewusst und frech und empfahl sich für weitere Einsätze. Das Kieler Trainer-Duo „Pitti“ Petersen/ Michael Haß entschied sich bewusst für Rotation und Variation, gab allen Spielern Einsatzzeiten und probierte sämtliche Defensivformationen unter Wettkampfbedingungen aus. Rostock verkürzte zwar, brachte seine Achse Gansau (RR)/Mehlert (Kreis) besser ins Spiel, wurde den Jungzebras aber zu keinem Zeitpunkt gefährlich. „Im ersten Durchgang hat fast alles geklappt, die Fehlerquote wurde massiv minimiert – ein bisschen deutlicher hätte es dennoch ausfallen können, wir haben auch heute noch einiges liegen gelassen“, befand Haß, sah das aber als „Jammern auf hohem Niveau“. akü

THW U  19: Spach (1.-30.), Schmidt (30.-45.), Meurer (45.-60.) – Haß 4, Glindemann 6/3, Brunckhorst, Bruse, Stegmann 3, Haack 2, Meereis 4, Markovski 1, Martin 1, Bergemann 4, Klotz 6.