U19 – Michael Haß: „Mehr Spitzenspiel geht nicht“

A-Junioren-Bundesliga: THW empfängt Magdeburg

KIEL. Zum Auftakt ins Handballjahr wartet auf die U 19 des THW Kiel (2./18:4 Punkte) in der A-Jugend Bundesliga gleich das Highlight schlechthin: Mit dem SC Magdeburg reist der aktuelle Tabellenführer (20:2) an die Förde.

Ruhiges Antraben wäre fehl am Platze, am heutigen Sonnabend (18.10 Uhr, Helmut-Wriedt-Halle) ist im ersten Match des Jahres gleich ein Aufgalopp von null auf 100 gefragt. Mit dem Unterbau des SC Magdeburg reist mit dem Ligaprimus das offensivstärkste Team der Liga (elf Spiele/370 Tore) an, das mit Flügelflitzer Nico Richter ein treffsicheres Ausnahmetalent in seinen Reihen hat, das auch schon in der Ersten Liga zum Einsatz gekommen ist. Johannes Wasilewski und Julian Schulze sind zwei clevere Rückraumstrategen, der Kader ist breit und enorm ausgeglichen aufgestellt. Torgefahr geht von allen Positionen aus. „Um den SCM zu schlagen, müssen alle an ihr Leistungslimit gehen und voll abliefern“, so Coach Michael Haß.

Die Bedingungen dafür sind gut, das Team hat sich auch zwischen den Jahren nicht geschont und konzentriert trainiert. Bis auf den Julius Noak sind alle Mann an Bord. Bange ist man auf Kieler Seite keineswegs: „Wir haben gesehen, dass wir jeden schlagen können“, konstatierte Haß nach zuletzt drei Siegen gegen echte Hochkaräter der Liga und sieht daher keinen Grund, sich gegen „eine der besten Jugendmannschaften Deutschlands“ zu verstecken – als Tabellenzweiter in Schlagdistanz will das Team um Kapitän Timon Kaminski selbstbewusst auftreten und „sehen, was geht“. Den größeren Druck sieht Haß eindeutig beim Gegner: „Wer als Spitzenreiter kommt, muss hier erstmal zeigen, was er kann. Aber eins ist klar: Mehr Spitzenspiel geht nicht!“ akü