U19 – THW-Jungs hatten Potsdam im Griff

 

Gelungener Saisonauftakt für das Trainergespann Petersen/Häusler: In der A-Jugend-Bundesliga Nord haben die U19-Handballer des THW Kiel am ersten Spieltag eine starke Standortbestimmung abgeliefert und den 1. VfL Potsdam mit 29:23 (14:9) in die Schranken verwiesen.

Die Motivation war den Jungzebras von der ersten Minute an anzumerken: Körpersprache top, Ausstrahlung klasse, Intensität hoch. Zwar klappte noch nicht alles, die Spielidee der Kieler, die vor allem druckvoll auf die generische Abwehr agieren wollten, deutete sich aber klar an und wurde nach bisweilen nervöser Startphase stark auf die Platte gebracht. Nach gut 20 Minuten hatten sich die Kieler mit 10:5 in Front gebracht. Immer wieder rissen sie mit (Doppel-)Kreuzbewegungen Lücken in die kompakte Potsdamer 6:0, erweckten über weite Strecken den Eindruck, immer noch einen Plan B in der Hinterhand zu haben, fanden den Kreisläufer oder stürmten und drängten nach Ballgewinnen mit starker erster Welle auf’s VfL-Tor – exemplarisch die mustergültig abgestimmte Achse Schmidt/Bruse: Immer wieder bediente der Keeper seinen Außen mit maßgenauen Pässen in den Lauf. Auf der rechten Seite wirbelte Jan-Ole Martin mit sehenswerten Aktionen im Eins gegen Eins, im Gegenstoß oder ohne Nerven von der Strafwurflinie.

Nicht zuletzt dank guter Defensiv-Staffelung mit Lars Meereis an der Abwehrspitze („Er hat seine Sache sehr gut gemacht“) und einem stark parierenden Keeper Erik Schmidt konnten sich die Kieler sogar einige vertane Chancen und eine kreative Schaffenspause um die 50. Spielminute herum erlauben, ließen sie im Gegenzug ihren Kontrahenten wenig Entfaltungsmöglichkeiten und behielten die Zügel immer fest in der Hand. Oftmals blieb den Brandenburgern nur der Distanzwurf. „Das individuelle Abwehrverhalten der Jungs hat mir gut gefallen, mit so einem Start kann man als Trainer nur zufrieden sein“, lobte „Pitti“ Petersen seine Jungs, machte allerdings auch noch die ein- oder andere Baustelle aus: „Klar, dass noch nicht alle Automatismen sitzen, aber das war heute schon sehr ordentlich.“

THW: Schmidt (1.-52.), Lange (52.-60.) – Stiller 2, Thal 2, Schneider 2, Meereis 3, Bruse 6, Schaefer 3/1, Duckert 1, Martin 10/4, Hossu, Groenefeld, Haack, Liedtke.