U19 – THW-Triumph über die Füchse

A-Jugend-Bundesliga: Kapitän Kaminski machte das 30:28 klar
FOTO: UWE PAESLER Kieler Freudentanz nach einer taktischen Glanzleistung gegen die Füchse.

FOTO: UWE PAESLER Kieler Freudentanz nach einer taktischen Glanzleistung gegen die Füchse.

Kiel. Der neunte Spieltag in der A-Jugend-Bundesliga Nord avancierte für die Handball-U 19 des THW Kiel zum Glückstag: Gegen die Favoriten aus Berlin gelang den Jungzebras ein 30:28 (14:13)-Sieg und das Vorrücken auf den zweiten Tabellenplatz. Die erste Halbzeit war ein offener Schlagabtausch beider Teams, die Füchse präsentierten sich zäh in der Abwehr, die Hausherren spielten mit offenem Visier und ließen sich weder durch die Berliner 4:2-Abwehr, noch durch die schnell vorgetragenen Angriffe der Gäste verunsichern. Kein Team konnte im ersten Durchgang seine eigenen Überzahlspiele konsequent nutzen.

Nach dem Wiederanpfiff wollten die Gäste Fakten schaffen: Erstmals gingen sie in der 37. Minute mit drei Treffern in Front (15:18). Zeit für THW-Coach Klaus-Dieter Petersen, per Timeout die Reißleine zu ziehen. Kiel kam wieder ran. Kapitän Timon Kaminski bewies viel Übersicht und setzte nicht nur Shooter Lucas Firnhaber in Szene, sondern auch den Halbrechten Jonte Stegmann. Beide profitierten dabei von Räumen, den die beiden Kreisläufer Ferris Klotz und Jan Eckert schufen.

Quasi nebenbei erzielte Kaminski selbst den 25:25-Ausgleich (55.). Das Spiel war zurück auf des Messers Schneide: Dem nur scheinbar vorentscheidenden 29:26 durch Louis Haß (59.) folgten das 29:28. Die Uhr zeigte noch zehn Sekunden, das Kieler Trainerduo zog das letzte Time-Out. Das Herzschlagfinale: Wiederanpfiff, Alleingang Kaminski, Tor, Abpfiff, grenzenloser Kieler Jubel. „Wir haben den Berlinern die erste Saisonniederlage zugefügt. Das war eine enorme Mannschaftsleistung“, so Trainer Petersen. akü

 

THW: Wendt (1.-60.) 13/1 Paraden, Spach (bei einem Siebenmeter) – Haß 3, Tank, Stegmann 3, Noak 1, Kleineidam 1, Eckert 3, Sinnwell, Seebeck 3, Klotz 1, Glindemann, Firnhaber 8/1, Kaminski 7/1.