U19 – U19 fehlt beim 27:23-Erfolg die Frische

Kiel. Einen „Arbeitssieg“ attestierte THW U19-Coach Michael Haß seinem Team nach dem 27:23 (14:15) gegen den TSV Anderten. Mit dem erst in der Schlussphase besiegelten Erfolg hält der Tabellenzweite der A-Jugend-Bundesliga Nord weiterhin alle Optionen hinsichtlich des Erreichens der Play-Offs in den eigenen Händen.

Die erste Halbzeit ließ Erinnerungen an die deftige Niederlage gegen den SC Magdeburg aufkommen, als die Hausherren überhaupt nicht ins Spiel kamen und glücklos agierten. Gegen den wurfgewaltigen Rückraum der Gäste, vor dem die Kieler zwar gewarnt waren, gegen den sie aber allzu wenig auszurichten vermochten, stand die Kieler 6:0-Abwehr oftmals auf verlorenem Posten. Die hart erarbeitete, knappe Führung egalisierten die Gäste ein ums andere Mal und gingen mit einem 15:14 in die Halbzeitpause.

Eine Kieler Leistungssteigerung war auch nach Wiederanpfiff zunächst nicht zu erkennen. Vieles von dem, was man sich vorgenommen hatte, fruchtete nicht. Das Spiel stand auf Messers Schneide, Feldvorteile konnte sich keiner Kontrahenten erarbeiten (16:16, 33./ 19:19, 44.). Immerhin agierten die Gäste aber hart an ihrer Leistungsgrenze, so dass ein Kieler Schlussspurt in den letzten 15 Minuten und ein „Dreierpack“ des im halblinken Rückraum stark aufspielenden Jonte Stegmann (23:19/ 51) reichten, um die zwei wichtigen Zähler zu sichern. „Wir haben Anderten zurecht nicht unterschätzt, uns fehlte es ein bisschen an geistiger Frische“, machte Haß den Haken hinter die Partie. akü

THW: Wendt 14 Paraden, Spach 3 – Haß 3, Tank, Stegmann 5, Noak 5, Kleineidam, Eckert 1, Sinnwell, Seebeck 1, Klotz 1, Glindemann 1, Firnhaber 6/2, Kaminski 4.