U23 – Eine Saison in Wellenform

Thies Bergemann

FOTO R.Rußmann : Linkshänder Thies Bergemann war eine der Konstanten bei den Jungzebras und mit 166 Treffern der beste Torschütze.

U 23 des THW Kiel zeigte Licht und Schatten im ersten Oberligajahr nach dem Abstieg

Bei uns haben sich Licht und Schatten fast wöchentlich abgewechselt. Dennis Olbert, Trainer THW Kiel U 23

Kiel. Der THW Kiel II hat seine Findungsphase nach dem Drittliga-Abstieg mit Platz sechs in der Handball-Oberliga HH/SH abgeschlossen. Ständiger Begleiter der Jungzebras war die fehlende Konstanz, die auch der mangelnden Erfahrung und einer dünnen Personaldecke geschuldet war.

„Bei uns haben sich Licht und Schatten fast wöchentlich abgewechselt. Deshalb war es wichtig, frühzeitig den Klassenerhalt sicherzustellen“, konstatierte THW-Coach Dennis Olbert nach einer Saison in Wellenform. Gerade gegen vermeintlich schwache Gegner gelang es den U 23-Zebras nicht immer, das volle Leistungspotenzial abzurufen. Niederlagen gegen die Absteiger AMTV Hamburg (27:28/A) und TSV Ellerbek (23:20/A) gehörten ebenso zum THW-Gesicht wie die überraschenden Auswärtssiege bei der HG Hamburg-Barmbek (33:29) und beim TSV Hürup (35:29). „In diesen beiden Spielen haben wir uns als echtes Team präsentiert und sind an die Leistungsgrenze gegangen“, lobte Olbert, der neben der gruppentaktischen Schulung vor allem die individuelle Weiterentwicklung jedes Spielers im Blick hatte.

Garant für den sechsten Platz war die stabile 6:0-Deckung vor dem starken Torwarttrio Leon Kirschner, Morten Michelsen und Fynn Schröder, die im Verbund die zweitstärkste Defensive der Liga (676 Gegentore) bildeten. „Auf die gute Abwehrarbeit haben wir viel Wert gelegt. Die 6:0-Formation war sattelfest“, attestierte Olbert den Innenblockern Jan Boldt (kehrte in der Weihnachtspause vom Drittligisten TSV Altenholz zurück), Torge Ewald und Niklas Kadenbach sowie den A-Junioren Ferris Klotz und Simon Seebeck eine gute Performance.

Erwuchs die Defensive zum Bollwerk, haperte es im Angriff fast über die gesamte Saison. „Wir haben viel zu viele freie Würfe ausgelassen“, haderte Olbert. Neben den Torschützen vom Dienst, Thies Bergemann (166 Tore) und Niklas Kadenbach (75 Tore), überzeugten auch U 19-Junioren wie Timon Kaminski, Lucas Firnhaber und Co., die den dünnen U 23-Kader mit Qualität auffüllten. „Verbesserungsbedarf besteht im Kreisspiel und über die Außen sowie im Tempospiel“, kennt Olbert die Schwerpunkte seiner künftigen Trainingsarbeit im Hinblick auf die neue Saison.