U23 – Favorit oder Außenseiter?

Am Wochenende steigt das Landes-Handball-Final-Four mit dem THW II in Kiel

WiFT hat hohe individuelle Qualität. Das wird ein anderes Spiel. Mit einem Sieg steht man im Finale.

Dennis Olbert, Trainer des THW Kiel II

Von Jan-Phillip Wottge

Kiel. Gelingt einem Außenseiter die Sensation in der Helmut-Wriedt-Halle? Oder steht am Ende doch ein Oberligist auf dem Siegerpodest? Eines ist sicher: Im Finale des HVSH-Pokals am Sonntag (16 Uhr) wird es den Pokal-Evergreen ‚David gegen Goliath‘ geben, weil sich im ersten Halbfinale (Sonnabend, 15 Uhr) des Final Four die zwei SH-Ligisten HSG Tarp-Wanderup und HSG Mönkeberg-Schönkirchen gegenüberstehen, bevor um 18 Uhr die SG WiFT Neumünster und der THW Kiel II den zweiten Finalisten ermitteln.

Erst vor knapp zwei Wochen ließen die Jungzebras den Bären aus Neumünster im Oberliga-Derby keine Chance. Am Ende stand ein souveräner 39:27-Erfolg. Doch der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze, auch deswegen warnt THW-Coach Dennis Olbert: „WiFT hat hohe individuelle Qualität. Das wird ein ganz anderes Spiel. Mit einem Sieg steht man im Finale. Natürlich sind wir als Gastgeber leicht favorisiert. Aber die SG wird sicher eine Trotzreaktion zeigen.“ Der THW baut am Pokalwochenende auf einen breiten 18-Mann-Kader, um die Belastungen gut zu verteilen. Mit Hannes Glindemann, Louis Haß und Ferris Klotz verstärken gleich drei A-Junioren die Zebraherde. Zudem steht Jan Boldt nach seiner Erkältung ebenso zur Verfügung wie Paul Schroedter, der noch leichten Trainingsrückstand aufweist. Olberts Erfolgsrezept ist einfach: „Wir müssen das Torhüterduell gewinnen, die bessere Abwehr stellen und die Gegenstöße versenken.“ Der Blick der Gastgeber ist jedoch nur auf das Semifinale gerichtet: „Ein Final Four muss man Schritt für Schritt spielen. Der Sieger zwischen WiFT und uns ist nicht automatisch der Finalsieger. Dennoch wollen wir unbedingt am Sonntag ab 16 Uhr auf der Platte stehen, um dann auch mal einen Titel zu gewinnen“, macht Olbert kein Geheimnis aus den schwarz-weißen Ambitionen.