U23 – Sekunden fehlten zum Punkt

Jungzebra Julius Noack setzte im Angriff auf ungewohnter Halbposition Akzente. Noch stärker war seine Defensivleistung gegen Barmbeks Dennis Tretow

THW-II-Männer trotz furioser Aufholjagd 26:27 gegen Hamburg-Barmbek

Die Tore von Simon Seebeck und Hannes Glindemann reichten nicht zum Punkten

Kiel. Der THW Kiel II hat in der Handball-Oberliga nur hauchdünn einen Punktgewinn gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter HG Hamburg-Barmbek verpasst. Nach starker Aufholjagd unterlagen die Jungzebras in der Helmut-Wriedt-Halle mit 26:27.

Noch zur Halbzeit sah es nach einem echten Langweiler aus. Während die Kieler im Angriff keine Durchschlagskraft entwickelten, zelebrierten die Hansestädter ihr Tempospiel. Gegenstoß auf Gegenstoß rollte auf das Zebrator. Bis zur Halbzeit waren die Gäste auf 17:7 enteilt. Es drohte ein Debakel. „Barmbek musste gar keinen Zauberhandball anbieten. Die haben schnörkellos ihr Ding runter gespielt“, analysierte THW-Coach Dennis Olbert, der in der Halbzeitansprache mehr „Aggressivität“ einforderte.

Und seine Schützlinge folgten. Julius Noack schränkte die Kreise von Ex-Zweitligatorschützenkönig Dennis Tretow (4 Tore) ein und im Angriff drückten Hannes Glindemann (sechs Tore nach der Halbzeit) und Leitzebra Simon Seebeck (sieben Tore in der zweiten Halbzeit) dem nun beweglicheren THW-Spiel ihren Stempel auf. Tor um Tor robbten sich die Kieler heran, so dass sie vier Sekunden vor dem Spielende beim 26:27 tatsächlich noch am Punkten schnupperten, aber nicht mehr zum Abschluss kamen. „Das war ärgerlich, aber wir haben nach der Halbzeit eine gute Reaktion gezeigt“, erklärte ein letztlich doch noch zufriedener Olbert. jpw

THW Kiel II: Wendt, Kirschner – Stiller 1, Gerke, Kadenbach 1, Boldt 6, Martin, Glindemann 6, Büchler 2, Seebeck 8/3, Noack 2.