U19 – Zebras behielten kühlen Kopf

FOTO TORGE MEYER: Großartiges Zuspiel von Jung-Zebra Lucas Firnhaber (re.) auf Jan Kleineidam (Nr. 10). Die Potsdamer Levi Schwark und Lucas Schönebeck (Nr. 9) sind ausgespielt.

FOTO TORGE MEYER: Großartiges Zuspiel von Jung-Zebra Lucas Firnhaber (re.) auf Jan
Kleineidam (Nr. 10). Die Potsdamer Levi Schwark und Lucas Schönebeck
(Nr. 9) sind ausgespielt.

Handball-Bundesliga: U 19 des THW schlug Tabellenführer Potsdam

Kiel. Die U19-Handballer des THW Kiel haben in der Bundesliga Nord ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Nach dem 28:23-Auswärtserfolg beim TSV Hannover-Anderten wurden den mit drei Siegen in Folge als Tabellenführer eingeflogenen Jung-Adlern des 1. VfL Potsdam mit 25:21 (12:10) die Flügel gestutzt.

Es war ein Spiel mit Haken und Ösen. THW-Trainer Michael Haß sprach von einer „Abwehrschlacht“, in der sein Team den „kühlen Kopf“ und somit die Nerven bewahrte. Zunächst sah es so aus, als ob die Jung-Zebras die rustikal zu Werke gehenden Brandenburger aus der Wriedt-Halle jagen wollten. Lucas Firnhaber holte seinen linken Hammer raus, erzielte vier der ersten fünf THW-Tore (5:2, 11.). Als Julius Noack von Rechtsaußen und im Gegenstoß per Doppelpack auf 10:5 erhöhte (21.), waren die 140 Zuschauer aus dem Häuschen. Da war es auch zu verschmerzen, dass VfL-Torjäger Ridha Trabelsi in doppelter Unterzahl zwischenzeitlich auf 5:8 (19.) verkürzen konnte.

Überragend agierte THW-Schlussmann Tim Wendt (20 Paraden): „Seit ich in der vergangenen Saison in Potsdam fünf Kopftreffer kassierte, bin ich gegen die besonders motiviert.“ Und wieder blieb ihm ein Kopftreffer – dieses Mal von Lucas Schönebeck – nicht erspart. Sein Gegenüber, Paul-Janis Twarz, hatte ebenso maßgeblichen Anteil, dass sich die Kieler 22 Fehlwürfe nahmen.

Nach dem Ausgleich (12:12, 33.) legte Noack nach Firnhabers Bodenpässen ein 14:12 vor, ehe der Passgeber per Siebenmeter-Heber auf 15:12 erhöhte. Nach dem 15:16-Anschluss nahm Potsdam Firnhaber und Kapitän Timon Kaminski, der mit Simon Seebeck einen knallharten Innenblock stellte, „kurz“. Jetzt schlug die Stunde der leichtfüßigen Jan Kleineidam (17:15, 18:15) und Hannes Glindemann (19:16). „Respekt an die 98er“, lobte Wendt den jungen Jahrgang: „Sie haben das Eins-gegen-Eins gesucht.“ Firnhabers Doppelpack zum 22:17 (52.) beruhigte letztlich die Nerven der Gastgeber. mey

 

THW Kiel: Wendt (1. – 60., 20 Paraden), Schröder (bei einem Siebenmeter, 39.); Haß, Tank, Stegmann, Noack 4, Kleineidam 2, Eckert 2, Sinnwell, Seebeck 3, Glindemann 1, Firnhaber 7/1, Schawaller 1, Kaminski 5.

Rote Karte: Perkovic (Potsdam, 51.) – Zuschauer: 140.